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Termine

LESUNG IM ZEHNTSPEICHER - Der Autor, Andreas Möller, liest aus seinem Buch "Die Unterschätzten"". Anschließend findet ein Podiums- und Publikumsgespräch statt
31 Oktober 2026
19:00 -
Wärmenetze als Baustein der dezentralen Energieversorgung
05 November 2026
09:30 - 16:00
Masterclass zu Wald und Forstwirtschaft Gesunder Boden für gesunde Wälder: Waldkalkung und Fördermöglichkeiten
05 November 2026
17:00 - 18:00
Waldjäger-Lehrgang
06 November 2026
Abschlussveranstaltung zum Förderaufruf „Kommunikation für Waldnaturschutz und nachhaltige Waldbewirtschaftung"
12 November 2026
09:00 - 15:00
Ergebnisforum des Projekts TrAkzeptanz auf der EnergyDecentral Hannover. Was tanken Traktoren morgen?
12 November 2026
13:00 - 15:00
AGDW-Masterclass zu Wald und Forstwirtschaft Arbeitsschutz im Forst: Das LUV-Modell für Erwerbsforstbetriebe und Forstbetriebsgemeinschaften
16 November 2026
13:00 - 14:00
Beteiligungssveranstaltung zur Wiederherstellung von Land-, Küsten- und Süßwasserökosystemen in Deutschland (Artikel 4 W-VO)
17 November 2026
09:30 - 12:45
zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung im Kurhaus Bad Bevensen: Die EU-Wiederherstellungsverordnung – ein lobenswertes Ziel wird zum großen Problem für den Waldbesitz
18 November 2026
18:30 -
Online: Kostenpflichtige Schulung Advisors - Einladung zur zweiten gemeinsamen RED III / SURE Schulung von BBE und Biomass Advisors
24 November 2026
09:00 - 11:00
Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe- Waldkonferenz in Berlin
24 November 2026
10:00 - 19:00

Terminkalender

zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung im Kurhaus Bad Bevensen: Die EU-Wiederherstellungsverordnung – ein lobenswertes Ziel wird zum großen Problem für den Waldbesitz
Mittwoch, 18. November 2026, 18:30

DAS GEHT UNS ALLE AN!

Die Wiederherstellungsverordnung (W-VO) ist seit 2024 in Kraft und wird als einer der Bausteine des „Green Deal“ der EU eine große Bedeutung für die zukünftige Entwicklung unserer Wälder und für die Freiheit der Bewirtschaftung Ihres Eigentums haben.

Lebensraumtypen, die sich nicht in einem guten Zustand befinden, sollen schrittweise in einen guten Zustand gebracht werden. Zugleich verlangt die W-VO, erhebliche Verschlechterungen der erfassten Lebensraumtypen zu verhindern. Die betrachtete Flächenkulisse wird bis 2050 schrittweise etwa 90% unserer Wälder umfassen. Doch was ist ein „guter Zustand“? Der Blick geht dabei häufig Jahrzehnte oder Jahrhunderte zurück, wo die Lebensraumtypen noch in einem vermuteten Idealzustand waren.

Wir sind uns in einem Punkt sehr einig:

Die Stärkung von Ökosystemen, die Förderung biologischer Vielfalt und die Sicherung der Leistungsfähigkeit unserer Wälder sind Ziele, die von allen Akteuren geteilt werden.

Die entscheidende Frage lautet jedoch: Mit welchen Instrumenten erreichen wir diese Ziele unter den Bedingungen des Klimawandels tatsächlich?

Wälder sind keine statischen Systeme. Sie entwickeln sich über Jahrzehnte und Jahrhunderte. Sie reagieren auf Stürme, Dürreperioden, Schädlingsbefall und veränderte Standortbedingungen. Der Klimawandel verändert vielerorts bereits heute die Grundlagen der Waldentwicklung. Baumarten, die über Generationen als standortgerecht galten, geraten zunehmend unter Druck. Gleichzeitig entstehen neue Anforderungen an Stabilität, Anpassungsfähigkeit und Risikovorsorge. Werden die Bewertungsansätze, die sich primär an historischen Referenzzuständen, idealtypischen Lebensraumtypen und statischen Zielbildern orientieren, den tatsächlichen Herausforderungen unserer Zeit gerecht? Die Entwicklung klimaresilienter Waldökosysteme muss zum zentralen Maßstab einer zukunftsorientierten Waldpolitik werden. Es geht für uns nicht darum, vergangene Zustände zu konservieren. Es geht darum, Wälder so zu entwickeln, dass sie auch künftig ihre vielfältigen Funktionen erfüllen können – als Lebensraum, als Kohlenstoffspeicher, als Wasserregulator, als Erholungsraum und als Lieferant des nachhaltigen Rohstoffs Holz. Wir brauchen Bewertungsansätze, die die tatsächliche Entwicklungsdynamik von Waldökosystemen berücksichtigen. Entscheidend muss sein, ob sich ein Bestand standortgerecht, stabilisierend und zukunftsfähig entwickelt – nicht allein, ob er einem statischen Zielbild entspricht. Die Wiederbewaldung großer Schadflächen, die Förderung natürlicher Verjüngung, die Pflege junger Bestände und die Integration klimaresilienter Baumarten sind derzeit eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben der Forstwirtschaft. Diese Maßnahmen verändern zwangsläufig Strukturen und Artenzusammensetzungen. Sie sind aber keine Verschlechterung. Sie sind Ausdruck verantwortungsvoller Anpassung an neue Realitäten. Wenn notwendige Maßnahmen des Waldumbaus unter den Generalverdacht einer Verschlechterung geraten, entstehen Unsicherheiten für diejenigen, die heute Verantwortung übernehmen und in die Zukunft ihrer Wälder investieren.

Die Systematik der FFH-Lebensraumtypen war bislang insbesondere mit der Natura-2000 Gebietskulisse verbunden. Mit der W-VO gewinnen diese Bewertungsmaßstäbe nun auch außerhalb bestehender Natura-2000-Gebiete erheblich an Bedeutung. Damit stellt sich die Frage, ob aus einer bislang stark schutzgebietsbezogenen Logik schrittweise eine wesentlich breitere Bewertungs- und Steuerungslogik für die Kulturlandschaft entsteht. Damit würden neue Unsicherheiten für Waldeigentümer entstehen. Besondere Fragen wirft zudem die vorgesehene Einordnung des „Klimaangepassten Waldmanagements“ im Nationalen Wiederherstellungsplan auf! Das Förderprogramm wird im derzeitigen Entwurf als Wiederherstellungsmaßnahme aufgeführt. Damit stellt sich für die betroffenen Waldeigentümer die entscheidende Frage, welche rechtlichen Folgen eine solche Zuordnung langfristig für geförderte Flächen haben kann.

Für eine erfolgreiche Umsetzung der W-VO braucht es deshalb Rechtssicherheit, Verhältnismäßigkeit und Vertrauen in die Kompetenz der Praxis. Vor diesem Hintergrund laden win wir Sie zu einer Diskussionsveranstaltung ein, bei der zunächst die Grundlagen der klimabedingten Standortsdrift erläutert werden, bevor die forstpolitischen Konsequenzen aufgezeigt werden. Den Abschluss bildet der Austausch mit dem niedersächsischen Landwirtschaftsministerium, welches an der Gestaltung der Umsetzung der W-VO hierzulande beteiligt ist

Tagesordnung:

  • Begrüßung und Vorstellung der Referenten
  • Der Klimawandel und die Veränderung der Wuchsbedingungen: Flaumeichenwälder in der Lüneburger Heide? Dr. Hans-Mar n Hauskeller, Vizepräsident Niedersächsische Landesforsten
  • Das Ende der Freiheit? Wie die Wiederherstellungsverordnung auf das Waldeigentum wirkt. Prof. Dr. Andreas Bi er, Präsident AGDW-Die Waldeigentümer
  • Erste Diskussionsrunde
  •  Pläne zur Umsetzung der Wiederherstellungsverordnung in Niedersachsen Felix Hofmann, stv. Referatsleiter 405, Nds. Ministerium für Landwirtschaft
  • Zweite Diskussionsrunde Zur Vorbereitung der Veranstaltung bi en wir um Ihre vorherige Anmeldung.
  • Ohne Anmeldung kann der Einlass nicht garan ert werden!

 

Rückantwort:

FVL Forstwirtschaftliche Vereinigung Lüneburg GmbH

Wendlandstr. 10

29525 Uelzen

Tel. 0581-946390

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