Der Waldbesitzerverband Niedersachsen e.V. ist die forstpolitische und berufsständische Interessenvertretung des nichtstaatlichen Waldbesitzes in Niedersachsen. Wir treten für die Unantastbarkeit des Waldeigentums, die Freiheit seiner Bewirtschaftung, das Recht auf Selbstverwaltung und die Sicherung der ökonomischen Nachhaltigkeit ein.

Im Waldbesitzerverband sind einzelne Waldbesitzer, Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse, Realverbands- und Genossenschaftsforsten, Kommunalforsten und das Landvolk organisiert. Wir vertreten die Interessen unserer Mitglieder gegenüber den gesetzgebenden Körperschaften, den politischen Parteien, Behörden, der Wirtschaft und der Öffentlichkeit.

Unsere Ziele sind:

  • Vertretung der forstpolitischen Interessen unserer Waldbesitzer
  • Sicherung der Unantastbarkeit des Waldeigentums
  • Wahrung der Freiheit und Selbstverwaltung in der nachhaltigen Waldbewirtschaftung unserer Wälder

Hierzu organisiert der Waldbesitzerverband Fachtagungen und Exkursionen, nimmt Stellung zu Gesetzesvorhaben, bringt Waldbesitzerpositionen in politische Entscheidungsprozesse ein, leistet Pressearbeit in der allgemeinen und forstfachlichen Presse, unterrichtet seine Mitglieder über forstwirtschaftliche Themen und leistet Einzelfallberatung für seine Mitglieder.

Als Mitglied der AGDW - Die Waldeigentümer setzen wir uns auch auf Bundesebene für die Interessen unserer Mitglieder ein. Ebenso werden die Interessen über den Verband der Europäischen Waldbesitzer (CEPF) in die europäische und internationale Politik getragen. Darüber hinaus sind wir in vielen niedersächsischen und bundesweiten Gremien vertreten.

Der Waldbesitzer ist Gründungsmitglied der Niedersächsischen Allianz für Wald und Forstwirtschaft. Die Allianz gibt den Verbänden der Forstbranche eine Stimme und wurde vornehmlich gegründet um gemeinsam die Betroffenheit der Branche durch den Niedersächsischen Weg zu verdeutlichen.

 

Verbandsgeschichte

Am 18. Juli 1946 wurde auf Antrag der britischen Militärregierung Abteilung "North German Timber Control" der Hannoversche Landesforstverband (HLFV) in Sarstedt gegründet. So hatte der private Waldbesitz, nach zwangsweiser Auflösung zehn Jahre zuvor, wieder eine politische Vertretung. In erster Linie galt es dann, die Waldbestände nach den Übernutzungen der Kriegsjahre wiederaufzubauen. Politisch standen insbesondere die Reparations(Engländer)-hiebe und die Bodenreform im Fokus. Schon im November 1949 gründeten der HLFV und der Waldbauernverband Weser-Ems die Arbeitsgemeinschaft "Vereinigte Waldbesitzerverbände Niedersachsen". Hinzu kam 1955 eine forstpolitische Interessensvertretung der Forstbetriebsgemeinschaften, die "Arbeitsgemeinschaft der Hannoverschen Forstverbände e.V." Diese verschmolz in 2000 mit dem HLFV zum "Waldbesitzerverband Hannover in Niedersachsen e.V.".

Der heutige Waldbesitzerverband Niedersachsen e.V. entstand im Jahr 2008 durch Verschmelzung der Waldbesitzerverbandes Hannover in Niedersachsen e.V. mit dem Waldbesitzerverband Weser-Ems e.V. Die Gründung des Waldbesitzerverbandes Niedersachsen e.V. erfolgte im Bemühen um eine einheitliche Forstpolitik in Niedersachsen. Erstmals seit Bestehen des Landes Niedersachsen werden die privaten und kommunalen Waldbesitzer durch einen einheitlichen Verband vertreten. Der  Interessenvertretung der Forstbetriebsgemeinschaften wurde durch die Einrichtung des Ausschusses für Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse in besonderer Weise Rechnung getragen.