Niedersächsische Abgeordnete informieren sich über Katastrophe

Mitglieder des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz bereisen von Sturm, Trockenheit und Käfer betroffenen Privatwald

29.10.2018: Die Mitglieder des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Helmut Dammann-Tamke (CDU), Anette Meyer zu Strohen (CDU), Dr. Frank Schmädeke (CDU) und Uwe Dorendorf (CDU) informierten sich auf den Flächen von Dr. v. Garmissen über die Not der Waldeigentümer.

Noch nicht aufgearbeitetes Sturmholz, nicht geräumte Waldflächen, stehendes Käferholz und Trocknisschäden belasten die Waldeigentümer immens. Die Arbeit von Generationen ist zerstört. Die Mitglieder des Ausschusses waren sehr betroffen und sagten ihre Unterstützung zu. Das gesamte Ausmaß des Borkenkäferbefalls wird sich jedoch erst im kommenden Frühjahr abzeichnen. „Niemand von uns möchte den Teutoburger Wald, Solling oder Deister ohne Fichten sehen“, so Dorendorf.  Der niedersächsische Wald fungiert als effektive CO2-Senke. Insbesondere der kleinflächige Privatwald der durch die Kalamitäten in den Nutzwäldern vor enormen Herausforderungen steht,  benötigt bei der Wiederaufforstung Unterstützung.

„Zur effektiven Bekämpfung des Borkenkäfers bedarf es einer fachlich kompetenten Stabsstelle, wir dürfen die Privatwaldbesitzer nicht alleine lassen. Spätestens bis zum Frühjahr 2019 müssen wir ein schlagkräftiges und schlankes Bekämpfungskonzept entwickeln, um den Privatwaldbesitzern bei der Bekämpfung personell und finanziell unter die Arme zu greifen. Wir müssen unsere Niedersächsischen Wälder vor dem Borkenkäfer schützen“, so der Abgeordnete.

Norbert Leben, Präsident des Waldbesitzerverbandes Niedersachsen, betonte nochmals die Dringlichkeit einer ausreichenden unbürokratischen finanziellen und personellen Hilfe zur Bewältigung der Schäden. Bevor es aber in den Wald ging gab es noch Informationen zur Thematik in der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt (NWFVA). Hier wurde von Prof. Dr. Spellmann die Bedeutung des Waldschutzmonitorings und die Klimaanpassung der Wälder aufgezeigt. Eine Personal -und Sachmittelaufstockung ist erforderlich. Auch das fehlende Portfolio an Pflanzenschutzmitteln wurde thematisiert. Es besteht dringender Handlungsbedarf, um die Wälder schützen und erhalten zu können.

 

Anlage:

Artikel: Dorendorf Borkenkäfer 

Foto: 

29.10. Abgeordnete in der NWFVA, Foto Henning Schuur