Waldklimafonds

Der Waldklimafonds ist Programmbestandteil des Sondervermögens Energie- und Klimafonds und soll auf der Grundlage eines Beschlusses des Deutschen Bundestages ab 2013 unter gemeinsamer Federführung des Bundeslandwirtschafts- (BMELV) und des Bundesumweltministeriums (BMU) errichtet werden. Eine Voraussetzung dafür ist es, unsere Wälder gegenüber dem Klimawandel anzupassen. Unsere Wälder, die auf einem Drittel der Landfläche ihr Bestes geben, sind gegenüber Klimaänderungen sehr sensibel. Deshalb sind rasche und nachhaltige Anpassungsmaßnahmen schnellstmöglich geboten.

Deutschland könne seine nationalen und internationalen Klimaziele nur mit einem intakten Wald erreichen, betonte Guttenberg. Unser Wald und die Nutzung heimischen Holzes entlasten die Atmosphäre von Treibhausgasen in einer Größenordnung von über 120 Millionen Tonnen CO2 im Jahr. „Das ist mehr als Luftfahrt, Baustoffindustrie, Metallherstellung und – verarbeitung sowie der gesamte Handel in Deutschland jedes Jahr zusammen ausstoßen“, so der Präsident der 2 Millionen privaten und kommunalen Waldeigentümer. Deshalb bleibe die Anpassung unserer Wälder an den Klimawandel als zentrale Herausforderung des 21. Jahrhunderts eine wichtige Daueraufgabe. Er appellierte damit für den ab 2013 fest zugesagten Waldklimafonds mit einem Volumen von 28 Millionen Euro in diesem Jahr, der wegen des Preisverfalls beim CO2-Zertifikathandel kurz vor seinem Startgestoppt werden sollte. Für den Waldklimafonds stehen im Jahr 2013 deshalb lediglich Mittel in Höhe von rund sieben Millionen Euro zur Verfügung.

Vorgesehene Fördermaßnahmen durch den Waldklimafonds

Maßnahmen sollen in folgenden Schwerpunkten gefördert werden:

1.Anpassung der Wälder an den Klimawandel,

2.Sicherung der Kohlenstoffspeicherung und Erhöhung der CO2-Bindung von Wäldern,

3.Erhöhung des Holzproduktspeichers sowie der CO2-Minderung und Substitution durch Holzprodukte,

4.Forschung und Monitoring und

5.Information und Kommunikation.

 

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