Neuer Beirat für Waldpolitik auf Bundesebene steht nun fest

Dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) wird fortan ein Wissenschaftlicher Beirat für Waldpolitik zur Seite stehen. Das 15-köpfige unabhängige Expertengremium soll den Diskurs über nachhaltige Waldnutzung fördern und die Bundesregierung bei der Gestaltung und Weiterentwicklung einer nachhaltigen Waldpolitik in Deutschland unterstützen. Aus dem Norden sind die folgenden Vertreter als Mitglied zu nennen: Prof. Dr. Bernhard Möhring (Direktor Institut Forstökonomie an der Georg-August-Universität Göttingen), Prof. Dr. Hermann Spellmann (Leiter der Nordwestdeutschen Forstl. Versuchsanstalt Göttingen), Prof. Dr. Irene Neverla (Universität Hamburg, Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft) und PD Prof. und Dir. Dr. Matthias Dieter (Thünen-Insitut, Ökonomie in der Forst- und Holzwirtschaft Hamburg). Prof. Dr. Spellmann wurde darüberhinaus zum Vorsitzenden gewählt.

„Es ist eine große Herausforderung für die Politik, diese so unterschiedlichen Ansprüche an den Wald in einer Gesamtabwägung zu bewerten und optimale Rahmenbedingungen zu schaffen, auch unter Berücksichtigung der sich abzeichnenden Pan-Europäischen Waldkonvention, deren Verhandlungen erfolgreich und weit vorangeschritten sind. Umso erfreuter bin ich, dass uns zukünftig ein so hochkarätig besetztes Expertengremium in diesen Fragen beratend zur Seite stehen wird“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Peter Bleser, in der ersten konstituierenden Sitzung Mitte September 2013 in Berlin.

Der neu berufene wissenschaftliche Beirat soll dazu beitragen, die Ziele der Waldstrategie 2020 umzusetzen und Vorschläge für die Weiterentwicklung waldpolitischer Instrumente entwickeln. Die zunächst für drei Jahre berufenen Wissenschaftler sollen die Impulse und Initiativen aus unterschiedlichen Wissenschafts- und Gesellschaftsbereichen bündeln und diskutieren. Das Expertengremium deckt ein breites wissenschaftliches Spektrum ab und bezieht Wissenschaftler aus allen relevanten Fachrichtungen ein.

INFO: Ein Drittel der Landesfläche ist Wald

Obwohl Deutschland eines der am dichtesten besiedelten und industrialisierten Länder Europas ist, besteht rund ein Drittel der Landesfläche aus Wald. Rund 11,1 Millionen der insgesamt rund 36 Millionen Hektar umfassenden Fläche Deutschlands sind mit Wald bedeckt. Mit 42,1 Prozent ist Hessen das Bundesland mit dem prozentual höchsten Anteil Waldfläche, gefolgt von Rheinland-Pfalz (41,7 Prozent) und Saarland (38,3 Prozent). Die häufigsten Baumarten sind hierzulande die Nadelbäume Fichte (28 Prozent) und Kiefer (24 Prozent), gefolgt von den Laubbäumen Buche (15 Prozent) und Eiche (10 Prozent). Alle vier Baumarten nehmen zusammen rund drei Viertel der Waldfläche ein. Insgesamt wachsen in den deutschen Wäldern 76 unterschiedliche Baumarten.

Weitere Informationen www.bmelv.de/DE/Landwirtschaft/Wald-Jagd/Forstpolitik-node.html

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