300 Jahre Nachhaltigkeit

Vor 300 Jahren gewann die moderne Idee der Nachhaltigkeit Konturen. Jeder spricht darüber, wenige wissen, was das Wort eigentlich bedeutet.

Hans Carl von Carlowitz kritisierte 1713 mit Blick auf die steigende Holzknappheit in seinem Werk „Sylvicultura Oeconomica“ das allein auf kurzfristigen Gewinn ausgerichtete Wirtschaften. Er wusste, wer nur so viel erntet, wie auch nachwächst, kann den Wald auch für die künftige Generation erhalten. Das Prinzip der Nachhaltigkeit, das heute schon seit vielen Generationen in den Familienwäldern oberste Priorität hat, wurde damit erstmals definiert. Politisch wurde es spätestens 1992 durch die Agenda 21 auf der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro für alle Lebensbereiche definiert: eine dauerhaft zukunftsfähige, nachhaltige Entwicklung basiert immer auf den drei Säulen Ökonomie, Ökologie und Soziales. Nachhaltiges denken und handeln bedeutet immer, Verantwortung für die kommende Generation zu übernehmen!

Die Forstbranche nutzt diesen besonderen Anlass für ihre Öffentlichkeitsarbeit im Jubiläumsjahr 2013 und darüber hinaus. Mehr dazu unter www.forstwirtschaft-in-deutschland.de

Als Buchtipps zu diesem Thema:

  • Silviculture Oeconomica  Jubiläumsausgabe (oekom Verlag) v. Joachim Hamberger und Richard Mehler; 2013
  • Hans Carl von Carlowitz: Leben, Werk und Wirken des Begründers der Nachhaltigkeit (oekom Verlag). Sächsische Carlowitz-Gesellschaft e.V.; Februar 2013
  • Die Entdeckung der Nachhaltigkeit – Kulturgeschichte eines Begriffs (Verlag Kunstmann); Ulrich Grober, 2013

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